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Stephan Micus live in Concert Do, 12. Februar 2009 , 20:00 Uhr München, Allerheiligen Hofkirche der Residenz » Wegbeschreibung/Routenplaner
 ‚Snow’ nennt der seit vielen Jahren in Spanien lebende bekannte Weltmusiker Stephan Micus sein jüngst bei ECM erschienenes 18. Album.
„‚Schnee’ ist für mich eine der schönsten Naturstimmungen überhaupt und eng verbunden mit bleibenden Naturerscheinungen meiner bayrischen Heimat, vor allem mit langen Wanderungen im Mondlicht in den Jahren, als ich im Alpenvorland lebte.“ Schon als Teenager begann Stephan Micus seine ausgedehnten musikalischen Erkundungsreisen. Stets auf der Suche nach typischen Instrumenten, deren Spieltechniken und Traditionen er bei lokalen Meistern erlernt. Um tief einzudringen in das Musikverständnis der jeweiligen Kulturen Asiens, Afrikas, Amerikas und Europas. Wenn er nach Hause zurückkehrt – im Gepäck die eigens für ihn gefertigten Instrumente – beginnt das eigentliche Komponieren: Die Arbeit an Melodien, Harmonien und nie gehörten Klangkombinationen. Keine imaginäre Folklore entsteht dabei, sondern eine ganz persönliche, traumhaft schöne Weltmusik. Wer Micus live erlebt, mag kaum glauben, dass es wirklich dieser eine Mann alleine ist, der Bayerische Zither und Duduk, Shakuhachi und amerikanische Stahlsaitengitarre (und unzählige weitere Instrumente) so sensibel zum Klingen bringt. Und dazu noch überaus wohltönend singt… www.stephanmicus.com Beginn: 20:00 Uhr/ Einlass ab 19:00 Uhr/ Eintritt im VVK: 27 € / Abendkasse: 30 € Allerheiligen Hofkirche, Residenzstr. 1, 80333 München Tickets in Kürze erhältlich an allen bekannten VVK Stellen ------------------------------------------------------------------------------- Stephan Micus - Musikalischer Weltenbummler „Ich habe Schnee immer als den Inbegriff von Verzauberung empfunden, und das gilt heute eigentlich noch mehr, wo es noch so wenig Schnee gibt und die Gletscher schwinden“, kommentiert Worldkomponist Stephan Micus sein 18. Album ‚Snow’.  Für Micus ist Schnee das schönste Naturschauspiel überhaupt und fast ein wenig geheimnisvoll. Genau so klingen auch die Micus-Originals auf "Snow". Traditionelle Instrumente aus allen Ecken des Planeten dokumentieren lokale folkloristische Spielweisen und treffen sich in jenem typisch sphärischen und ruhigen Micus-Universum, welches in keinem Moment entrückt scheint sondern immer greifbar und angenehm zu hören ist. Stets schöpfte Micus’ Musik aus Natur- und Landschaftseindrücken. Die Anregungen zu „Snow“ ergaben sich zu einem großen Teil aus einer längeren Studienreise nach Armenien und Berg-Karabach und in die Berge des Kaukasus. Micus durchstreifte die unwegsamen einsamen Gebiete teilweise per Jeep, teilweise auch auf ausgedehnten Touren zu Fuß. Er traf Menschen unterschiedlichster Milieus und lernte ihre Lebensumstände und ihre Musiktraditionen näher kennen. Das auf dem Album „Snow“ zentrale Instrument, die armenische Duduk, ein Doppelrohrblattinstrument aus Aprikosenholz, spielte schon auf dem Album „Towards the Wind“ (erschienen 2002 bei ECM) eine wichtige Rolle. Die Existenz des Instruments ist schon in vorchristlicher Zeit belegt und steht heute auf der UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit. „Snow“ stellt es nun quasi als Hauptakteur des musikalischen Geschehens in den Mittelpunkt und lässt es in bisher ungehörten Konstellationen mit Instrumenten aus Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika und Europa auftreten, unter anderem in einem besonders ausdrucksvollen Duo mit der bayerischen Zither. Auch hier setzt Micus die verwendeten Klangerzeuger aus aller Welt in unorthodoxen Kontexten ein, er verändert sie überdies aber auch technisch und benutzt modifizierte Weiterentwicklungen, die er bei Instrumentenbauern vor Ort bestellt hat. „Ich habe immer die Neigung zu möglichst großen und tiefen Instrumenten, und jedes Mal, wenn ich irgendwo auf der Welt eine dieser Sonderanfertigungen bestelle, zeigen die Meister große Skepsis. Doch meist folgt dieser Skepsis wachsende Begeisterung, sobald das neue Instrument klingt und seine erweiterten Möglichkeiten zu erkennen gibt“, sagt Micus. Während sie auf dem Vorgängeralbum „On the Wing“ komplett ausgespart war, spielt Micus’ – mitunter zum mächtigen Chor vervielfachte - Gesangsstimme auf „Snow“ eine wichtige Rolle. Vier Mal reiste der Musiker in den vergangenen zwölf Jahren nach Georgien, um dort die Kunst des traditionellen Chorgesangs zu erlernen. Zusammen mit zwei Lehrern erforschte er die polyphonen, meist dreistimmigen Gesänge des Landes zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer. Weitere Anregungen holte sich der Klangsucher bei einem Studienaufenthalt in Bulgarien, dessen berühmte Frauenchöre er seit langem bewundert. Ebenso auf „Snow“ vertreten ist die südamerikanische Charango, eine Ukulele-artiges Zipfinstrument aus Peru, dem Micus zwei Soli widmet. „Ich halte meine Musik nicht in Notenschrift fest, sondern arbeite von Anfang an mit Aufnahmegeräten. Dabei improvisiere ich so lange auf einem Instrument, bis ich auf eine Phrase stoße, die mir interessant erscheint. Durch die Präsenz der Aufnahmegeräte habe ich jederzeit einen Spiegel meiner Arbeit, auch nach einer längeren Pause. Das Liegenlassen und Wiederhören ist für mich ein ganz wichtiger Prozess. Dazu gehört auch das Experimentieren mit Verknüpfungen und unterschiedlichen Zusammenstellungen. Das kostet viel Zeit, denn die Musik muss organisch wachsen.“
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